Zisternen

Erläuterung

Eine Zisterne (lat. cisterna für "unterirdischer Wasserbehälter") ist ein unterirdischer oder abgedeckter Sammelbehälter für Trink- oder Nutzwasser.

In Gebieten mit ungleichmäßigen Niederschlägen und schwer erreichbaren Grundwasservorkommen werden Zisternen als Pufferbehälter für die Wasserspeicherung für Haussysteme oder kleine Orte verwendet. Sie dienen dazu, den zugeleiteten Niederschlag oder das Oberflächenwasser zu speichern. In Gebieten mit Trockenperioden und felsigem Untergrund hing von ihnen die gesamte Wasserversorgung ab, sodass dort eine Zivilisation ohne den Zisternenbau nicht möglich gewesen wäre. Weit häufiger als Trinkwasser- sind heute Nutzwasserzisternen. Sie werden je nach Bauart auch als Rückhaltebecken bezeichnet. Im Jahr 2002 waren in Deutschland etwa 24.000 meist offene Regenrückhaltebecken in Betrieb. Im wasserreichen Mitteleuropa wird im Privathausbereich zunehmend Zisternenwasser als Betriebswasser für Waschmaschinen, Toiletten und Gartenbewässerung verwendet, da für diese Zwecke keine Aufbereitung nötig und die Qualität ausreichend ist. Dezentraler Rückhalt von Regenwasser kann zudem Überschwemmungsgefahren reduzieren. Bei unzureichender öffentlicher Wasserversorgung können Zisternen auch als Löschwasserreservoir dienen.